Arbeitspaket 1: Kompetenzen und Kompetenzverständnis im Handel, Entwicklung eines Kompetenzmodells

In Zusammenarbeit mit Herrn Prof. John Erpenbeck und unter Anwendung des KODE®X-Kompetenz-Explorers (Prof. Dr. Volker Heyse/Prof. Dr. John Erpenbeck) wurde ein Kompetenzmodell Handel entwickelt. KODE®X arbeitet auf einer wissenschaftlichen Grundlage mit einem klaren Praxisbezug. Es geht in unserem Fall von einer branchenstrategischen Standortbestimmung aus und leitet das Modell und alle damit zusammenhängenden Schritte von diesen strategischen Zielen im Handel ab.

Ziel war es, mit Hilfe des Verfahrenssystems KODE®X Kompetenzanforderungen von strategischer Bedeutung für den Handel zu ermitteln und damit neue Perspektiven auf die Kompetenzentwicklung und – erfassung im Handel zu eröffnen.

Kompetenzen sind:

„… Fähigkeiten zum selbstorganisierten, kreativen Handeln in (zukunfts-) offenen Problem- und Entscheidungssituationen, in komplexen, oft chaotischen Systemen (Selbstorganisationsdispositionen)“.

Wissen – Qualifikationen - Kompetenzen

Im Verständnis der Projektpartner sind „Kompetenzen …(damit) eine notwendige Weiterentwicklung des Wissens und der Qualifikation: Eine Dimension, die auf der Qualifikation aufbaut, weshalb es keine Kompetenz ohne Qualifikation, wohl eine Qualifikation ohne Kompetenz geben kann.“ Es geht also nicht darum, Kompetenz anstelle von Qualifikation zu setzen. Vielmehr geht es um einen ganzheitlichen Ansatz, der über Wissen und Qualifikation hinausgeht.

Das Fachwissen und die damit zusammenhängenden Fähigkeiten und Fertigkeiten, strukturiert nach den verschiedenen Qualifizierungsstufen, bilden die Grundlage und Voraussetzung für jedes berufliche Handeln und  das Flexible Learning Konzept.

Broschüre Kompetenzmodelle Handel

Die Broschüre beschreibt die Herangehensweise zur Erarbeitung der Modelle im Projekt, erläutert die identifizierten Kernkompetenzen und beschreibt zu jeder Kompetenz vier Handlungsanker im Sinne von „beobachtbarem Verhalten“. Es liegen insgesamt fünf Modelle vor: das Kompetenzmodell Handel sowie Kompetenzmodelle für die Handlungsbereiche Service und Kommunikation, Steuerung und Kontrolle, Marketing und Warenwirtschaft.

Interview mit Herrn Prof. John Erpenbeck zu Kompetenzen im Handel

1. Kompetenzdefintion und Verständnis

 Wie schätzen Sie die aktuelle Diskussion zu Kompetenzen ein?

 

Welche Gemeinsamkeiten zum Thema Kompetenzen gibt es aus Ihrer Sicht und wo zeichnen sich vielleicht auch Probleme/Defizite ab? 

 

Wie greift die Kompetenz-Definition bei immer wiederkehrenden Arbeiten bspw. an der Kasse?

 

2. Kompetenzmodell Handel

Im Projekt wurde ein Kompetenzmodell Handel mit insgesamt 10 Kernkompetenzen entwickelt. Worin liegt der Mehrwert dieses Modells für den Handel?

 

Welche nächsten Schritte in der Entwicklung des Kompetenzmodells Handel sollten folgen?

Kann unser Modell die verschiedenen Referenzsysteme wie bspw. den DQR ausführlich und zufriedenstellend berücksichtigen?

 

Worin besteht Ihrer Meinung nach die Handelsspezifik des Modells, schließlich sind Kompetenzen wie Eigenverantwortung, ergebnisorientiertes Handeln nicht nur im Handel wichtig?

Fachkompetenzen bleiben im Modell völlig unberücksichtigt. Heißt dies, dass sie in der Aus- und Weiterbildung im Handel zukünftig keine oder eine geringere Rolle mehr spielen?

 

Kompetenzentwicklung und -erfassung

 

Alle Modelle sind nur so viel wert, wie Sie in der Praxis auch umgesetzt werden können. Welche weiteren Schritte müssen wir im Projekt gehen, um das Modell praxistauglich zu gestalten?

Wie können Kompetenzen in institutionalisierten Bildungsprozessen effektiv und systematisch entwickelt, festgestellt und bewertet werden?

 

Wieso kann eine systematische Kompetenzerfassung und –entwicklung nur dann gelingen, wenn das Unternehmen, die Schule, Hochschule etc. ein eigenes Kompetenzmanagement einführt?

 

Welches „Rüstzeug“ brauchen unsere Lehrer, Dozenten und Professoren, um dies auch umsetzen zu können?

 

Ausblick

Was würden Sie sich wünschen, um das Thema Kompetenzen weiter erfolgreich voranzutreiben?

Ergebnisse des Kompetenzworkshops vom 24.05.2012

Arbeitspaket 2: Flexible-Learning – Dokumentieren von Kompetenzen

Arbeitspaket 3: Entwicklung von eLearning-Modulen

Im Rahmen des Flexible Learning I – Projektes wurden eLearning-Module von der Berufsvorbereitung bis zum Bachelor zu den Themen Marketing und Warenwirtschaft entwickelt. Diese Module liegen bereits in ihrer Endfassung als Offline-Version (CD-ROM), als SCORM-Modul für die Lernplattformen ILIAS und moodle sowie im HTML-Format vor.

Überblick zu den eLearning-Modulen entwickelt im Flexible Learning I Projekt, geordnet nach den Themen Marketing und Warenwirtschaft von der Berufsvorbereitung bis zum Bachelor

Im Rahmen des aktuellen Flexible Learning II – Projektes werden weitere Module zu den Themen Service und Kommunikation sowie Steuerung und Kontrolle erstellt. Dies Module befinden sich momentan noch in Entwicklung.

Arbeitspaket 4: Qualifizierung pädagogischer Professionals – Handel

Die Qualifizierung Pädagogischer Professionals wird unter Leitung von Prof. Dr. Karl Wilbers Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt und durchgeführt.

Sie bildet eine wesentliche Grundlage für die Erprobung des Flexible Learning-Gesamtkonzeptes.

Arbeitspaket 5: Erprobung des Flexible Learning Konzeptes und des Zertifizierungsverfahrens

Arbeitspaket 6: Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation

Flyer

Informationen zu Flexible Learning im Einzelhandel I

Downloads und Informationsmaterialien zu Flexible Learning im Einzelhandel I


Aktuelle Infos

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Termine

05.12.2014

Abschlussfachtagung Berlin

14./15.07.2014

Projektmeeting, Hamburg

25.06.2014, Nürnberg FAU

FL-Werkstatt Externe Erprober

27.05.2014, Nürnberg FAU

Kick-off Meeting Externe Erprober

30.04.2014

Anmeldeschluss Externe Erprober

Foedergeber
 

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